Donnerstag, 23. April 2015

Die frohe Botschaft

Weil man in Schonach Skispringen will ...



Hallo Herr Siller,

jahreszeitlich kommt mein Einstieg in den Post ein bißchen zu spät, aber trotzdem:

Als kleiner Bub mochte ich natürlich, wie jedes Kind die Winterzeit. So ungefähr ab Ende November hatte ich immer schon das Thermometer genau im Blick, und bei Minustemperaturen, wie sie Ende der 60er für diese Zeit bis in den März normal waren (meist auch mit dem regelmäßigem Wärmeeinbruch an Weihnachten), konnte man berechtigterweise auf Schnee hoffen.

Normal war auch, dass fast sicher bis zum 1. Dezember der erste Schnee gefallen war. Wenn es dann bis Nikolaus nicht geklappt hatte, dann saß ich auch mal öfters am Fenster in der Backstube und sang "Leise rieselt der Schnee", um der Entwicklung beim Wetter ein bißchen nachzuhelfen. Mein Vater konnte oft sein Schmunzeln nicht mehr verbergen, weil er genau wusste was ich im Sinn hatte.

Schon Mitte, Ende der Siebziger waren diese stabilen Winter seltener, heute liegt in der Region (150m über NN), wenn überhaupt, nur noch ausnahmweise mal für ein paar Tage Schnee.

Zur Zeit wohn ich auf 360 Meter, auch hier, das kann man schon anhand der wärmetechnisch raffinierten Schindelbauweise an den älteren Häusern vermuten, gabs vermutlich sehr lange Winter mit viel Schnee. Heute: Fast Fehlanzeige.

Selbst im südlichen Schwarzwald sind in den letzten Jahren ja auch regelmäßig die Biathlon- und Skisprungwettbewerbe mangels Schnee "ins Wasser gefallen". Diesen Winter (zumindestens hab ich es dieses Jahr zum ersten Mal genau beobachtet) hat man plötzlich wieder ganz munter und völlig ohne Sorge ums Wetter geplant und dann auch durchgeführt.

Anhand des besonders auffälligen Ablaufs bin ich mir sicher, dass die dafür am Wetter gedreht hatten. Wie die kleinen Buben!!!

Nur zur Interpretation, bei den globalen Luftmassen dürfte es sich temperaturmäßig mit großer Sicherheit um eine globale Bilanz handeln, daß heißt, man klaut dem Eisbär die Polarluft, um hier den kommerziellen Winter zu reparieren. Das wird noch lustig, wenn dann mal die Alpen betroffen sind.

Ich tippe mal, der Eisbär hat keine Chance gegen diesen riesigen Kommerz.


Die Lösung des Problems (Power2Gas oder Power2Liquid) hab ich schon vielfach beschrieben und ich beobachte an den richtigen Reaktionen, sie wird auch immer besser verstanden. Vorgestern soll sogar unsere Forschungsministerin mit Diesel aus Solar/Windstrom zur Arbeit gefahren sein (die Seite von Montag fehlt heute wieder, wohl eine heiße Kartoffel, aber hier ein älterer Link aus November zu der Sache).

Der Vorteil dieser Lösung ist sogar, diese Vision dürfte noch nicht jeder komplett erkannt haben, dass das CO2 aus der Kohle, die wir heute verbrennen, auch wieder aus der Atmosphäre zurückgeholt werden kann und z.B. als Kohlenwasserstoff (Alkohol, Benzin, Paraffin) gelagert werden kann. Übrigens, im Unterschied zu den irrwitzigen Plänen von CCS, wo man versucht das Gas !!! CO2 unterirdisch zu lagern.

Natürlich geht es erst darum, keine weiteren Fossilen aus der Erde mehr zu verbrennen, aber der übernächste Schritt wäre dann wohl die Atmosphäre in Sachen CO2 wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Bestimmt eine Aufgabe für mind. 5 Generationen.


Auch wirtschaftlich wird die Umstellung von Fossilen auf Erneuerbare ein Segen, Wind und Sonne sind von Natur aus dezentral und lassen sich auch durch Großkonzerne nur schlecht konzentriert gewinnen, daß heißt die Wertschöpfung verteilt sich gut, alle können von diesem riesigen Kuchen was abhaben. Dazu kommt noch, dass sie quasi unbegrenzt zur Verfügung stehen, und so sogar die Entsalzung von Meerwasser rentabel und was noch wichtiger ist, ökologisch sinnvoll möglich sein wird.

Die Resource Wasser wird bestimmt bald deutlich kritischer werden, als man es heute bei der Energie vermutet.

Nun, warum klemmt es bei der Energiewende derzeitig so arg? Dazu einen Parallele: Bis vor kurzem wurde überall behauptet, dass ein Austritt Griechenlands aus dem Euro unmöglich wäre. Mittlerweile ist das gar kein Thema mehr, der Grexit wird ganz klar als mögliche Option gehandelt. Was ist passiert? Die Finanzbranche hat in der Zwischenzeit ihre griechischen Staatsanleihen an die öffentlichen Haushalte verkauft, eine Pleite in Griechenland trifft jetzt keine Bank mehr, sondern nur noch die europäischen Steuerzahler. Diese Banditen.



Wird groß wenn man draufklickt



Ähnlich ist es auch bei den Fossilen: Riesige Konzerne und Banken haben diese "Reichtümer" als Billionenwerte in ihren Büchern stehen, und müssen plötzlich feststellen, dass das sehr bald nur noch wertloser Dreck sein wird, der in der Erde bleiben muss. Diese Entwertung versucht man, ähnlich wie die damals schon längst eingetretene Griechenlandpleite, mit aller Gewalt zu verzögern !!!

Es tut sich hinter den Kulissen auch sehr viel, Konzerne werden umstrukturiert, die Finanzwelt verschiebt diese Billionenwerte grad in die schmutzigen Ecken, um noch möglichst viel verramschen zu können. Und man steuert über die Politik massiv dagegen. Es sind sogar schon zahlreich führende Köpfe aus der Industrie der Erneuerbaren ganz plötzlich "gestorben". Aber als ich hörte, dass Warren Buffet auch schon im großen Stil agiert, war mir klar: Diese Schlacht ist gewonnen !!

Nochmal abschließend: Was durch die Energiewende entsteht, ist ein perfekter Kreislauf: CO2 wird mit Sonne und Wind zu Kohlenwasserstoffen gewandelt, mit diesen lassen sich die Motoren, Maschinen und Öfen betreiben, die sie wieder zu CO2 verbrennen. Und Sonne und Wind gibt es, auch gemessen am heutigen Verbrauch von Fossilen (der brutal mächtig ist), mehr als genug.

Auch als Resource für die Chemie (Dünger, Kunststoffe) sind diese synthetischen Kohlenwasserstoffe der richtige und umweltfreundliche Industrierohstoff.


Diese Denkweise in Kreisläufen hat im großen Stil eigentlich Herr Töpfer zum ersten Mal erfolgreich beim Müllrecycling angestoßen. Junge Leute von heute werden das nicht wissen, aber nicht weit zurück wurde auch bei uns, ähnlich wie noch in vielen Entwicklungsändern, vieles einfach in die Landschaft geworfen und oft noch angesteckt, später dann schon immerhin auf Deponien auch wieder nur gelagert, oder dann letztendlich in Müllverbrennungsöfen verbrannt.

Dass diese Kreisläufe kein Minusgeschäft, sondern wirtschaftlicher Gewinn sind, lässt sich (wie beim grünen Punkt) politisch einfachst steuern. Ganz nebenbei, wenn die ursprünglichen Rohstoffe erneuerbar erzeugt werden, dann wird sogar das saubere Verbrennen beim Müll wieder eine umweltfreundliche Option.

Und da gibt es auch noch sehr viel Arbeit und damit auch Geschäft!!! Kürzlich haben Umweltaktivisten zur Probe mal einen alten Fernseher mit GPS-Sender versehen, und letztendlich landete dieser in Nigeria auf einer Müllkippe, wo man unsachgemäß unter offenen Himmel den Kunststoff abfackelt, um ans Kupfer zu kommen. Sonstige wertvolle Metalle, auch Schwermetalle, wurden null recycelt !!!

Gruß Bernd Gnirß

PS: Gestern abend kam auch zufällig eine Reportage über die Recycling-Quote bei Tetrapak, die bestimmt noch nicht perfekt ist. Aber in diesem Bereich ist ein starke Industrie mit raffinierten Maschinen entstanden. Das sah fast eher nach einer Kampagne gegen Tetrapak aus, als die wirkliche die Sorge um die Recycling-Quote. Klar, in diesen rentablen Bereichen wird auch mit allen Tricks gekämpft, daber deswegen ist es entscheidend dass die Politik das Sagen hat und nicht die Konzerne. Ich sag als Stichwort nur TTIP, etc.
An dieser Stelle vllt noch eine Bemerkung zu Batterien, falls kurzzeitig durch Solarstrom in dem Bereich ein relevanter Markt entsteht, ist auch die Frage nach Recycling möglichst penibel zu behandeln (Schwermetalle, etc.). Langfristig werden ganz klar die Kohlenwasserstoffe als Speicher das Rennen machen.

PPS: Wenn man das überflüssige CO2 dann als Ethanol speicherte, das gäb eine große und lustige Party.

PPPS: Solarstrom für: 0 Cent

P4S: Vielleicht hat nicht jeder verstanden, welche Dimension die Energiewende hat, aber das ist auch gleichzeitig die riesige Chance.

Ich schätze mal dass sich mit dieser sehr richtigen Entwicklung die Probleme in Sachen "Grenzen des Wachstums" um 5 bis 10 Generationen verschieben lassen

Genug Zeit, um zu einem sinnvolleren Wirtschaften als derzeit zu kommen.


Freitag, 17. April 2015

Gradaus raus




Hallo Frau Wolfgramm

es dürfte kein Geheimnis mehr sein, ich bin auf dem Land aufgewachsen, der Ort  hatte ca. 1500 Einwohner, meine Eltern waren kurz vor meiner Geburt zugezogen. Wer die Intimität eines derart kleinen Ortes kennt, der weiß auch, daß eine solche Integration (als Zugezogene) nur ganz allmählich läuft und nie vollständig wird.

Ich selber war mit meinen Altersgenossen von Anfang an in der Schule (Kindergarten gabs damals noch nicht), bis zur vierten Klasse. Danach gingen mit mir vier aus unserem Jahrgang (komplett waren wir 32) aufs Gymnasium, mein Weg trennte sich allmählich.

Da ich aber noch in der Jugendmannschaft des örtlichen Sportvereins spielte, erhielten sich viele Kontakte. Erst nach der B-Jugend warf ich dort das Handtuch, ich war zu mobbelich (vermutlich wg. der Bäckerei) und zu langsam (Gerd Müller: "Wennst denkst...") und deshalb auch oft nur Auswechselspieler.

Die ersten Gehversuche als Halbstarker (Wettsaufen beim örtlichen Kirchenchorfest o.ä.) hab ich aber noch mit so ca.14, 15 in dieser Gemeinschaft erlebt*.

Sprung.

Meine Bekanntschaften bis zum Abi waren dann naturgemäß mehr und mehr die Klassenkameraden vom Gymnasium in Dahn (5km entfernt), die Kontakte zur Altersstufe aus der Grundschule verloren sich.


Und jetzt wirds spannend: So ungefähr 2002 (wir waren Jahrgang 1961/62) kam eine Einladung zum Klassentreffen unserer Grundschulklasse. Als ich da hinging, zweifelte ich, ob die mich überhaupt noch erkennen, fast alle hatte ich 30 Jahre nicht mehr gesehen.

Das Treffen fand auf irgendeiner Partywiese im freien Feld nahe des Orts statt, die letzten Meter dorthin legte ich zu Fuß auf einem Feldweg zurück, die Befürchtungen ob sie mich noch kennen waren völlig unbegründet, schon 20 Meter vor Erreichen des Platzes schallte mir, von Weitem, als allererstes laut der Ruf entgegen:

"Bernd, Du hasch jo noch gar kä Glatz !" (für Insider, des war "de Lang").

Es waren alle ganz genauso wie ganz früher, nur eine Spur älter. Wenn man in so einer überschaubaren Gemeinschaft aufgewachsen ist, dann kennt man sich, fürs Leben.

Gruß Bernd Gnirß

*PS: In der Zeit bis zum Alter von 16 musste ich immer noch bis 20 Uhr zuhause sein, meine älteste Schwester gab mir den nützlichen Tipp, das auch streng einzuhalten, das rentiere sich später. Einmal musste ich sogar einen Spurt einlegen um es zu schaffen, und als dann die Kirchenuhr ihre letzten 2 von 10 Schlägen tat, hab ich grade noch auf die Haustürklingel gedrückt. Die Tür ging -sofort- auf und meine Mutter empfing mit den Worten: "Jetzt hasch awwer Glick ghaat".
Und tatsächlich, ab 16 konnte ich wegbleiben "bis Bimmerles", es hat niemanden mehr interessiert.


PPS: Die Geschichte oben sollte eigentlich nur zeigen, wie offen und direkt die Kontakte beim Pfälzer normal ablaufen.

Das ist wohl auch eins der Grundprobleme, das ich mit meinen Psychopathen habe. Diese Menschen reagieren leicht verzögert (ich habe ja schon das krankhafte Lachen beschrieben), sie sind nicht offen, haben das Visier immer unten und alles was sie äußern, braucht erst seine Zeit, bis sie es rauslassen.

Der Effekt ist vergleichbar mit einer Fernsehfernsteuerung, die nach dem Drücken des Knopfes immer ein paar Sekundenbruchteile braucht, bis der Fernseher reagiert. Fuuurchtbar lästig und schwer zu ertragen, diese Dinger.

Meine Sensibilität an dieser Stelle hat mich auch immer bewahrt, auf solche Menschen reinzufallen, ich hab sie zwar auch immer respektvoll behandelt, aber nicht ihre Nähe gesucht. Das haben die wohl gespürt und jetzt, wo sie die Möglichkeit haben, werde ich dafür brutal misshandelt und verstümmelt. Die können auch nicht unterscheiden wer aus dem Umfeld sie lächerlich machte und wer nicht, das verdichtet sich alles in einer Gesamtagression auf die komplette Umgebung.

Ich ziehe diese Spezies sogar an wie ein Magnet.und muss wohl mit diesen ganz kranken Typen leben. Ich vermute mittlerweile, dass es, öffentlich zu beobachten, viele vergleichbare Fälle gibt (Gabi Köster passt auch in dieses Schema).

Vielleicht sollte man denen erklären, dass es auf Dauer, wenn man sich selber bis auf die Unterhose auszieht, keinen Spaß macht mit Jemandem zu reden, der immer nur in voller Rüstung und mit geschlossenem Visier rumläuft. Das müssten sie anhand dieses Bilds eigentlich nachvollziehen können.

Das ist wie in der Sauna, wenn alle naggich sind, dann sind die mit Kleidern auch nicht sooo beliebt.


PPS: Wo wir grad bei Frisuren sind, steht ihm richtig gut, das mit den ganz kurzen Haaren.

Tipp an Joss Stone, mal drüberstreicheln, das fühlt sich richtig gut an, wenn sie so ganz kurz sind.













Dienstag, 7. April 2015

Hat jemand Zweifel?




Hallo Frau Waldvogel,

das oben ist mein Lieblingslied von ihr... den Text darf man wohl aus lizenzrechtlichen Gründen nicht verwenden. Ich hab sie schon lange vorm Abi (Ende der 70er) mal in Ludwigshafen im Südweststadion gesehen. Sie stand ganz schlicht, nur mit ihrer Gitarre, in einem bodenlangen, weißen Kleid auf der Bühne. Eine Begleitband gab es nicht.

Die Lightshow stammte vermutlich, wie es sich für einen Friedensengel gehört, vom Chef: Im Hintergrund war während des Konzerts ein wunderschöner Sonnenuntergang bei völlig wolkenlosem, blauem Himmel zu beobachten. Wir saßen auf dem grünen, weichen Rasen des Spielfelds und wurden verzaubert, die Bilder hab ich heute noch genau vor Augen.

Sie redete gar nicht viel (am Anfang frozzelte sie mal: "Now I will schpeak dscherman Englisch, so you can underschdand me better"), die Lieder mit kurzen Ansagen erzählten alles Wichtige.

Und man wusste, sie singt schon seit Jahren gegen den Krieg an, damals war der Vietnam-Krieg noch nicht lange aus; später hörte ich mal dass sie sich während des Balkankriegs in Sarajevo mit einer kugelsicheren Weste in die Fußgängerzone setzte, und auch wieder nur ihre Lieder sang.

Gruß Bernd Gnirß

PS: Damit man versteht von was ich schreibe, hier ein Livemitschnitt von 1965:





PPS: Als Lückenbüßer für den fehlenden Text oben, eine Übersetzung des Lieds von Bob Dylan, das sie in dem Konzert auch singt:

Mit Gott auf unserer Seite

Mein Name hat nichts zu bedeuten, mein Alter tut nichts zur Sache.
Das Land, aus dem ich komme, nennt man den Mittleren Westen.
Hier wurde ich großgezogen und gelehrt, die Gesetze zu befolgen
und dass das Land, in dem ich lebe, Gott auf seiner Seite hat.

Die Geschichtsbücher erzählen es, und sie erzählen es so anschaulich:
Die Kavallerie griff an , die Indianer fielen.
Die Kavallerie griff an , die Indianer starben.
Nun, das Land war jung und hatte Gott auf seiner Seite.

Es kam die Zeit des spanisch-amerikanischen Krieges.
Dann begann der Bürgerkrieg und ging wieder vorbei.
Und ich musste sie auswendig lernen, die Namen der Helden,
die das Gewehr in der Hand hatten und Gott auf ihrer Seite.

Nun, auch der erste Weltkrieg nahm seinen Lauf.
Den Grund für das Kämpfen habe ich heute noch nicht kapiert.
Aber ich habe gelernt, es zu akzeptieren und stolz darauf zu sein.
Denn man zählt nicht die Toten, wenn man Gott auf seiner Seite hat.

Als der zweite Weltkrieg zu Ende war, haben wir den Deutschen vergeben.
Sie wurden unsere Freunde, obwohl sie sechs Millionen umbrachten
und in ihren Öfen verheizten. Jetzt haben auch die Deutschen
Gott auf ihrer Seite.

Dann habe ich gelernt, die Russen zu hassen.
Denn sollte es wieder ein Krieg geben, müssten wir gegen sie kämpfen.
Ich müsste sie hassen und fürchten, ich müsste rennen und kämpfen
und alles tapfer ertragen mit Gott auf meiner Seite.

Und jetzt haben wir sogar Waffen, die chemischen Staub versprühen.
Wenn man uns zwingt, sie zu benutzen, dann müssen wir sie eben benutzen,
Ein Knopfdruck - und die ganze Welt steht in Flammen.
Aber man stellt keine Fragen, wenn man Gott auf seiner Seite hat.

In so mancher dunklen Stunde habe ich darüber nachgedacht,
dass Jesus Christus durch einen Kuss verraten wurde.
Nun, ihr müsst selbst nachdenken und euch selber entscheiden:
Hatte auch Judas Iskarioth Gott auf seiner Seite?

So, jetzt höre ich auf. Ich bin völlig am Ende
und ich kann gar nicht beschreiben, wie verwirrt ich bin.
Aber eines lässt mich nicht los und geht mir nicht aus dem Sinn :
Wenn Gott auf unserer Seite ist, wird er den nächsten Krieg verhindern?

PPPS: Oben hab ich extra recht alte Videos rausgesucht, die Klamotten sehen noch ganz brav aus, so richtig verrückt, hippiemäßig, wurde es erst kurz später. Ich selber (Jahrgang 62) kam dann für diese Phase schon zu spät, aber die Auswirkungen waren in meiner Jugend noch deutlich genug.

Angeregt durch unseren Englischlehrer haben wir (so ungefähr 9. oder 10. Klasse) unsere spezielle örtliche Lage mal genutzt, um in einem US-Camp in Fischbach (am Arsch der Welt, passend dazu wurde dort auch das Giftgas gelagert) einen Film im Original zu sehen. Es kam "Norma Ray" (er war der einzige rote Lehrer unserer Schule, der, aber nur ganz subtil, auch mal sozialdemokratische Themen unter die Schüler brachte), eine Kämpferin für die amerikanische Gewerkschaftsbewegung. Es wurde amerkanisch, mit viel Slang, gesprochen, und oft sogar beim Reden vorher noch irgendein Happen aus dem Kühlschrank in den Mund gestopft, so dass mein Verständnis so ca. zwischen 60 und 80% lag. Aber die Botschaft des Films konnte man kapieren.

Nicht lange später haben wir (ich und ein paar Schüler aus dem Freundeskreis) dann unabhängig von der Klasse in diesem Kino noch "Hair" angeschaut. Man muss wissen, die Holz-Baracken in den Camps waren eigentlich nur für kürzere Zeit konzipiert, Ende 70er war immerhin schon 35 Jahre nach Kriegsende, und so hatte alles ein bißchen einen abgewrackten Flair.

Die eigentliche Zielgruppe des Kinos waren natürlich die GI's, die auch in ihrer Freizeit nur in ihren Armeeklamotten rumliefen und nach der langen (original amerikanischen und für uns in dieser Zeit schon extrem kuriosen) Werbung wurde erstmal noch die amerikansiche Nationalhymne gespielt. Wie dressiert, standen plötzlich alle auf und legten die Hand auf ihr Herz.

Dann kam "Hair", ich wusste nur ungefähr was von Hippies, die in dem Film vorkommen, kannte null von der Handlung und ein paar Songs aus dem Soundtrack.

Mehr will ich auch gar nicht verraten, wer den Film noch nicht kennt sollte ihn sich unbedarft ansehen und die Wirkung auskosten. Sie ist großartig.

Als Appetizer noch eine Szene aus dem Film mit einem herzerweichenden Lied:










Donnerstag, 26. März 2015

Panzer mitten durch Europa

Vierzig fahrbare gepanzerte Transporter Wolverine wurden auf einem Bahnsteig
in Stettin Stobnie am 12.02.2015 geladen.
Die Truppen werden in Polen an der Grenze zur Ukraine stationiert!



Hallo Frau Zundel,

es ist erschreckend, aber zur Zeit rollen überall quer durch Europa wieder Panzer, zwar noch auf Zügen und recht unbemerkt von der Bevölkerung, aber offensichtlich wird da massiv für Schlacht "Stalingrad 2.0" gerüstet. Ein paar wenige, durchgenallte Alt-Nazis an den Schalthebeln wollen wohl tatsächlich ihre Scharte aus dem 2. Weltkrieg auswetzen.


Ähnlich wie sich an dem Umgang mit der Rede von Richard von Weizsäcker zum 8. Mai die unverbesserlichen Nazis erkennen ließen, entlarvt sich jetzt aktuell gerade in der internationalen Welt der wieder aufgekeimte Faschismus.

In wenigen Tagen finden in Moskau die Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag des Siegs über den Faschismus 9. Mai 1945 statt. Im Folgenden Artikel wird prima und vielsagend die Haltung einzelner Staaten zu diesen Feierlichkeiten dargestellt. Wichtig wohl auch zu beurteilen, wo die Rädelsführer sitzen und wer eher nur ein zum Teil versklavter Vasallenstaat ist (wie z.B. Deutschland).

Es war wohl noch nie so wichtig wie zur Zeit, dass alle Friedensstifter im Rahmen ihrer Möglichkeit den Ausbruch von großen Kampfhandlungen verhindern und den Weg der Versöhnung zwischen den Völkern fortsetzen.

Allerdings kann das lebensgefährlich sein, die Braunen sind nicht zimperlich, in der Ukraine wurden in den letzen Wochen gleich reihenweise oppositionelle Politiker und Journalisten ermordet. Da die Morde meist als Unfälle getarnt werden sind sie, besonders im restlichen Europa, nicht so leicht zu erkennen.



Gruß Bernd Gnirß



 



Der Neo-Con Versuch, die Geschichte des zweiten Weltkriegs neu zu schreiben



Nach dem Zusam­men­bruch der Sow­je­tu­nion wid­mete der ehe­ma­lige US-​Präsident und vorheriger Kalter Krieger Richard Nixon die let­zten verbleiben­den Jahre seines Lebens der Auf­gabe, damit Rus­s­land seinen richti­gen Platz in der inter­na­tionalen Gemein­schaft findet.

Nixon beriet den dama­li­gen Präsi­den­ten Bill Clin­ton, wie mit der Rus­sis­chen Föder­a­tion, dem inter­na­tional anerkan­nten Nach­folge Staat der Union der Sozial­is­tis­chen Sow­je­tre­pub­liken, richtig umzuge­hen sei. Eine Sache, die Nixon nie geduldet hätte, ist die aktuelle neokon­ser­v­a­tive Vor­liebe, Rus­s­land seine große Ver­di­en­ste am Sieg des zweiten Weltkriegs abzus­prechen — in Rus­s­land als der große vater­ländis­che Krieg beze­ich­net — den Sieg der Alli­ierten über das Nazi-​Deutschland. 


Die heuti­gen Staatsmän­ner der Vere­inigten Staaten und ihre Gefährten in Großbri­tan­nien, Osteu­ropa und anderen Län­dern wür­den sich daher selbst von Nixon wegen ihrer Absage, an der jährlichen in Moskau stat­tfind­en­den 9. Mai Siegestags-​Zeremonie teilzunehmen, getadelt fühlen.
 

Nixon, der die George H. W. Bush-​Administration für die Bere­it­stel­lung von einer „pathetisch unzure­ichen­den» Hilfe für Rus­s­land nach dem Zusam­men­bruch der Sow­je­tu­nion kri­tisierte, soll wenig Zeit für jene in den amerikanis­chen poli­tis­chen Kreisen gehabt haben, die jetzt Rus­s­land finanziell zer­mür­ben und in die Knie zwin­gen wollen.
Unter jenen, die zu erhöhten Sank­tio­nen gegen Rus­s­land drän­gen und seine wichtige Rolle bei dem Sieg im zweiten Weltkrieg abstre­iten, befinden sich die Söhne und Töchter der faschis­tis­chen und nation­al­sozial­is­tis­chen osteu­ropäis­chen Ein­wan­derer in die Vere­inigten Staaten in den Jahren nach dem Krieg, vor allem durch die «Oper­a­tion Paper­clip» der CIA (Cen­tral Intel­li­gence Agency), um in ihren eige­nen Heimatlän­dern den Prozessen, die Nazi-​Causa unter­stützt zu haben, zu entkom­men. 

Diese Ein­wan­derer halfen ver­schiede­nen rechts­gerichteten Grup­pen, die um die Super-​Organisation «Gefan­gene Natio­nen» kreis­ten, welche von den Eisen­hower– und Nach­fol­ger Ver­wal­tun­gen aktiviert wurde. Aus dieser Kon­stel­la­tion von faschis­tis­chen Organ­i­sa­tio­nen kamen der russisch-​US-​amerikanische zion­is­tis­che Lev Dobri­an­sky und seine Tochter, eine ehe­ma­lige George W. Bush Außen­min­is­terium Angestellte, Paula Dobri­an­sky, zusam­men mit dem ein­sti­gen Anhänger der deutschen Gestapo in Ungarn György Schwartz, der sich selbst später «George Soros» nan­nte. Ihre ide­ol­o­gis­chen Nachkom­men finden Sie heute in den Regierun­gen in ganz Mit­tel– und Osteuropa.

Diese Grup­pen der in die Vere­inigten Staaten aus­ge­wan­derten Kreise, zum Beispiel die Her­itage Foun­da­tion, das Amer­i­can Enter­prise Insti­tute (AEI), sowie die Brook­ings Insti­tu­tion und der von Soros finanzierte Human Rights Watch drän­gen auf eine neu-​Schreibung der Nachkriegs­geschichte. Es sieht so aus, als woll­ten viele von diesen neokon­ser­v­a­tiven und his­torisch revi­sion­is­tis­chen Grup­pen eher die Nieder­lage der Nazi-​Marionetten-​Regime in den baltischen Staaten, der Ukraine, in Weißrus­s­land und Bessara­bien betrauern, als den sow­jetis­chen Sieg über den Nation­al­sozial­is­mus feiern.

Mar­i­onet­ten der North Atlantic Organ­i­sa­tion (NATO) in ver­schiede­nen Mit­tel– und osteu­ropäis­chen Län­dern sind in einen Pro­pa­ganda Krieg gegen Rus­s­land ver­wick­elt, der darauf abzielt, damit die Mai-​Feierlichkeiten in Moskau wenig offizielle inter­na­tionale Beteili­gung erhal­ten. 

Die Auswirkun­gen dieses Pro­pa­ganda Krieges kann in der jüng­sten Erk­lärung des Tschechis­chen Gen­er­als Andor _​ándor, Leiter des tschechis­chen Geheim­di­en­stes bis zu seinem Ruh­e­s­tand in 2002, gese­hen wer­den, der sich über inten­sive rus­sis­che «Spi­onage» in Prag beklagt. Diese Geschichte wurde der Öffentlichkeit zuge­spielt, um weit­eren poli­tis­chen Druck auf den tschechis­chen Präsi­den­ten Milos Zeman auszuüben, der gesagt hätte, er würde einen ange­blichen NATO «Kon­sens» zur Ver­mei­dung der 9. Mai Feier mis­sachten, und nach Moskau fliegen. 

Die Tschechis­che Oppo­si­tion hat bere­its angekündigt, dass sie im Par­la­ment ver­suchen würde, die Finanzierung der Reise von Zeman nach Moskau zunichte zu machen. Prag ist von Natur aus ein Bren­npunkt in Beziehun­gen von Rus­s­land zum Westen. Die Tschechis­che Repub­lik ver­weigert noch immer NATO-​Truppenstationierung auf ihrem Boden, obwohl Prag weit­er­hin anti-​russische Aktiv­itäten wie Radio Free Europe/​Radio Lib­erty und ver­schiedene Soros unter­stützte nicht­staatliche Organ­i­sa­tio­nen (NGOs) beherbergt. 

Gesprächspart­ner von Soros im Europäis­chen Par­la­ment set­zen auch den ser­bis­chen Präsi­den­ten Tomis­lav Nikolic unter Druck, damit er seine Pläne, nach Moskau zu gehen, aufgibt oder sonst die ser­bis­che Mit­glied­schaft in der EU riskiert.

Drei ehe­ma­lige US-​Botschafter in der Ukraine, Steven Pifer, John Herbst und William Tay­lor, drängten unver­froren west­liche Machthaber wie Großbri­tan­niens Pre­mier Min­is­ter David Cameron, den franzö­sis­chen Präsi­den­ten François Hol­lande und Bun­deskan­z­lerin Angela Merkel (die ange­blich am 10. Mai für eine Kranzniederlegungs-​Zeremonie nach Moskau fliegen wird), welche ihre Entschei­dung, die 9. Mai Zer­e­monie und mil­itärische Parade in Moskau zu boykot­tieren angekündigt haben, damit sie an einer Europa-​Siegestag Zer­e­monie in Kiew teil­nehmen. 

Diese «drei Lakaien » der amerikanis­chen «Diplo­matie» schrieben in einem Leitar­tikel für die Los Ange­les Times, dass, «obwohl die Präsi­den­ten Clin­ton und Bush im Jahr 1995 und 2005 für andere Siegestag-​Jubiläen nach Moskau gereist waren», Präsi­dent Barack Obama das Ereig­nis nicht in Moskau, son­dern in Kiew feiern sollte. 

Die Botschafter weigern sich zu erken­nen, dass wenn west­liche Machthaber ein solches Ereig­nis in Kiew feiern soll­ten, sie neben Neon­azis und Ur-​Nazis aller Art, ein­schließlich Anhängern von Adolf Hitler und des ukrainis­chen Nazi-​Führers und Waffen-​SS Förder­ers Stepan Ban­dera, ste­hen würden.

Pifer, Herbst und Tay­lor sind nicht die einzi­gen die fördern, dass das Opfer von 27 Mil­lio­nen Sow­jet­bürg­ern im zweiten Weltkrieg in einer Stadt gefeiert wird, wo Neon­azis und Skinhead-​Söldner aus ganz Europa poli­tis­che und mil­itärische Macht genießen. Pifer arbeitet bei der Brook­ings Insti­tu­tion, ein Hauptzen­trum der aktuellen anti-​russischen Agit­prop, während Herbst Chef-​Vermittler der US Agen­tur für inter­na­tionale Entwicklung/​CIA für die „Orange Rev­o­lu­tion“ in Kiew und für die Entwick­lung der pro-​westlichen Massen­me­dien in der Ukraine war. Tay­lor, als lei­t­en­der Koor­di­na­tor der US Regierungs-​Unterstützung für die ehe­ma­lige Sow­je­tu­nion und Osteu­ropa, arbeit­ete eng mit der Soros-​Organisation und dem National Endow­ment für Demokratie (NED) zusam­men, um Fonds pro-​amerikanischen rechten Grup­pen in der Region zukom­men zu lassen.
 
Während Obama und seine NATO Fre­unde nicht in Moskau sein wer­den, wird Griechen­lands Pre­mier­min­is­ter Alexis Tsipras, der Repa­ra­tionszahlun­gen von Deutsch­land für sein Land gefordert hat, den NATO-​Boykott bekämpfen und Zeman bei der Teil­nahme an der Zer­e­monie auf dem Roten Platz tre­f­fen. 

Die Führer von Island, Nor­we­gen, Nieder­lande, Slowakei und Ungarn kön­nten auch die NATO-​Reihen ignori­eren und zur 9. Mai Zer­e­monie nach Moskau fliegen.

Was aber nur als eine diplo­ma­tis­che Ohrfeige für das Regime von Kiew und seine west­lichen Unter­stützer ange­se­hen wer­den kann, ist, dass die Führer der ukrainis­chen Volks-​Republiken Donezk und Lugansk in der östlichen Ukraine auf dem gle­ichen Roten Platz ste­hen wer­den, wie die Führer von rund 30 anderen Län­dern, darunter China, Indien, Ser­bien, Maze­donien, Bosnien und Herze­gow­ina, die Ser­bis­che Repub­lik von Bosnien und Herze­gow­ina, Mon­tene­gro, Ägypten und Südafrika. 

Eine Tat­sache, die ihrem Sta­tus den Anschein von einer de-​facto inter­na­tionalen Anerken­nung ver­lei­hen wird. Darüber hin­aus wer­den die Führer der Repub­liken von Südos­se­tien und Abchasien ange­blich auch anwe­send sein, was als eine diplo­ma­tis­che Nieder­lage für die Behör­den in Georgien, die die Repub­liken als inte­grale Bestandteile ihres Staates betra­chten, darstellen wird.

In der Zwis­chen­zeit spie­len die Führer der baltischen Völker die Gast­ge­ber für ver­schiedene Nazi Gedenk­feiern in ihren Haupt­städten, während sie gle­ichzeitig zum Boykott der Moskauer 9. Mai Siegestag Ver­anstal­tung aufrufen. 

Litauens Präsi­dentin Dalia Grybauskait_​, Absol­ventin der George­town Uni­ver­sity For­eign Ser­vice School in Wash­ing­ton, ein Liebling­sort der CIA für Rekru­tierung, tut nichts, um zu ver­hin­dern, dass jährliche Gedenk­tage an der Grab­stätte des litauis­chen Nazi-​Marionetten-​Führers und KZ-​Errichters Juozas Ambraze­vi­cius Brazaitis abge­hal­ten wer­den, dessen Leich­nam vor ein paar Jahren von Put­nam, Con­necti­cut, nach Litauen in die Heimat zurück­ge­führt wurde und mit vollen mil­itärischen Ehren in Kau­nas beige­setzt wurde. 

Est­lands Präsi­dent Tomas Hen­drik Ilves, ein ehe­ma­liger Leiter des est­nis­chen Büros für das CIA finanzierte Radio Free Europe, hat den est­nis­chen Regierungs­beschluss im Jahr 2007 unter­stützt, eine sow­jetis­che Sieges Statue von Tallinn zu ent­fer­nen und sie nahe einer Mil­itär­ba­sis im Rand­bezirk der Stadt aufzustellen, wo sie nun ganz in der Nähe des NATO Cyber-​Warfare Cen­ter steht. 

Als Let­t­lands Führer mit ihren baltischen Kol­le­gen für einen NATO-​Boykott der Moskau-​Feiern gle­ich­zo­gen, paradierten Vet­er­a­nen und Unter­stützer der unter dem Kom­mando der deutschen Waffen-​SS-​Division im zweiten Weltkrieg ste­hen­den Let­t­land Legion vor kurzem stolz durch die Straßen von Riga in einer seit 1991 jährlichen Ver­anstal­tung. 

Let­t­lands Präsi­dent Andris Bērziņš ​hat nichts getan, um die Nazi-​Zeremonie in Let­t­land zu ver­hin­dern, obwohl er es für ver­ab­scheuungswürdig hält, dass ein west­licher Staats­mann zu Rus­s­lands Führung laufen würde, um in Moskau den Siegestag über Hitler zu markieren. Bērziņš ​ist seit langem mit der im Besitz der schwedis­chen Wal­len­berg Fam­i­lie befind­lichen «Stock­holms Enskilda Bank» ver­bun­den, und die der Kol­lab­o­ra­tion im zweiten Weltkrieg mit Nazi-​Deutschland angeklagt ist, und die sich einen Platz auf einer Blockade-​Liste der US-​Regierung ver­di­ent hat.

Polens Präsi­dent des Europäis­chen Rates Don­ald Tusk und der pol­nis­che Präsi­dent Bro­nis­law Komorowski haben sich ihren baltischen Fre­un­den angeschlossen, um zu ver­suchen, Rus­s­land aus der Geschichte des zweiten Weltkrieges zu stre­ichen. Der pol­nis­che Außen­min­is­ter Grze­gorz Schetyna ver­sucht, die Geschichte neu zu schreiben, indem er behauptet, die Ukrainer, nicht die Russen, befre­iten Auschwitz. 

Rus­s­lands Außen­min­is­terium reagierte auf Schetyna mit der Aus­sage: „Es ist all­ge­mein bekannt, dass Auschwitz durch die Rote Armee befreit wurde, in welcher alle Nation­al­itäten helden­haft kämpften“ und fügte hinzu, dass Polen eine „Par­o­die“ der Geschichte fabriziere.

Eine Ver­höh­nung der Geschichte ist genau das, was die NATO-​Leader tun, indem sie Druck auf die Ver­ant­wortlichen der Län­der von Süd­ko­rea und Japan, Bul­gar­ien und Öster­re­ich ausüben, nicht offizielle Vertreter nach Moskau zu entsenden. Die Aktion erin­nert sehr an den von den USA geführten und diplo­ma­tisch unreifen Boykott der Olymp­is­chen Som­mer­spiele 1980 in Moskau, eine Bewe­gung, die der Olymp­is­chen Bewe­gung langfristigeren Schaden ange­tan hat als der UdSSR einen kurzfristigen.



Der Artikel stammt von hier.
Über­set­zung

Horst Frohlich
Quelle
Strate­gic Cul­ture Foun­da­tion (Russland)

http://​www​.voltairenet​.org/​a​r​t​i​c​l​e​187143​.​h​t​m​l

Sonntag, 22. März 2015

Hoppla !!












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Hallo Michael,


ich hatte diese Episode schon einmal irgendwo im Blog als Trickfilm (allerding mit französischem Ton), aber mir geht es so, wenn man das Original als Comic kennt, sind die Trickfilme davon nicht mehr ganz so wirkungsvoll. Seltsam, scheinbar braucht diese Comic-Sprache die Lücken zwischen den Bildern, um der Phantasie genügend Raum zu geben...

Ich bin allerdings auch sehr geübt, seit ich lesen konnte hab ich wöchentlich alles, was bei uns im Laden als Comic zum Verkauf stand, verschlungen. Angefangen bei "Fix und Foxi", den Schlümpfen, über "Silberpfeil", "Buffalo Bill (gesprochen nicht Baffalo sondern Buffalo), Lucky Luke (gesprochen nicht Lacky Luk sondern Lukki Luke)...und viele andere mehr ...bis hin zu, natürlich, Asterix.

Und alle Geschichten gingen, trotz übelster Bösewichte, am Ende immer gut aus. Vielleicht hab ich daher auch meinen unerschütterlichen Optimismus !!

Gruß Bernd

Dienstag, 17. März 2015

Der Pleitegeier






Hallo Herr Schneidewind,

als kleiner Lausbub bin ich natürlich mit meinen Freunden im ganzen Dorf rumgestromert, am interessantesten waren immer die Orte, wo das obige Schild hing. Ich verstand schon und wie ein Damoklesschwert hing es immer über mir: Was können wir anstellen, ohne dass meine Eltern ins Kittchen müssen.

Dieser Spaß ist gar nicht so lustig, noch vor wenigen Jahren sind Menschen, die in irgendeiner geschäftlichen Unternehmung gescheitert waren, in eine lebenslange Haftung gekommen. Meist bei einem Immobilienkauf, aber oft waren es sogar Typen, die in besten Absichten irgendeine Kneipe oder Gastwirtschaft übernommen haben, welche sich dann nicht gleich rentiert hat und die dann in eine lebenslange Abhängigkeit der Banken geraten sind.

Wenn sie ihre Kredite nicht mehr wie vereinbart bedienen konnten, wurden die Gläubiger aktiv, und haben zum einen die Einkommensquelle (Kneipe, Firma etc.) ganz destruktiv zerstört, die Verbindlichkeiten aber weiterhin bestehen lassen. Aufgrund von Zinseszinsmechanismen auf der Sollseite hatten die Delinquenten keine Chance, man hielt sie mittels Lohnpfändung in einer aussichtslosen, finanziell geknebelten Lage, lebenslang!!

Es ist noch gar nicht so lange her, dass man die Privatinsolvenz eingeführt hat, wenn ich es richtig weiß verlieren bei uns in D nach drei Jahren alle Gläubiger ihre Ansprüche, wenn sich der Schuldner an gewisse, leicht einzuhaltenden Regeln hält. Er bekommt sozusagen seine zweite Chance. Welcher Fortschritt in Sachen Zivilisation.

In der Wirtschaft waren die Verhältnisse schon immer Andere, dort traf es die Unternehmer mit ihrem privaten Vermögen nur wenn sie eine GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) führten. Schon die GmbH (Gesellschaft mit begrenzter Haftung, deswegen heißt sie auch so) kann eine Pleite hinlegen, ohne dass die Eigner dafür ihr privates Vermögen plündern müssen.

Allerdings gibt es dafür strenge Regeln, so daß die finanziellen Verhältnisse der Gesellschaften immer sehr transparent sind (öffentliche Geschäftsberichte) und im Falle einer Insolvenz werden die Regeln noch strenger, so dass jeder Geschäftsführer höllisch aufpassen muss, dass er im Falle einer Pleite nicht wegen Insolvenzverschleppung im Kittchen (da wo auch meine Eltern fast gewesen wären) landet. Damit will man einfach den Schaden für die Gläubiger begrenzen, der in solchen Pleitefällen sehr schnell anwachsen und auch leicht verschoben werden kann.

Ganz früh (hier) hatte ich ja schon erklärt, dass man in der Finanzwelt nicht so richtig mit Staatspleiten in der EU gerechnet hat. Trotzdem ist sie bei Griechenland eingetreten und viele Milliarden-Zocker kuckten danach auch recht doof aus der Wäsche. Was dann folgte, war eine einzige Insolvenzverschleppung (auf welcher sonst im funktionierenden Kapitalismus (s.o.) zurecht strenge Strafen stehen).

Die Gauner der Gläubiger-Clique (hauptsächlich deutsche und französische Banken) haben dann die Zeit auch gut genutzt, um ihre Papiere an Staatshaushalte loszuwerden und somit möglichst unbeschadet aus dieser schon passierten!!! Pleite rauszukommen. Dabei hatten sie jahrelang an den höheren Zinsen von griechischen Staatsanleihen verdient, eben halt weil diese riskanter waren als z.B. deutsche. Das ist neoliberales Geschäftgebahren, Profite privatisieren und Verluste sozialisieren, wie schäbig und auch einfach kriminell.



Wie die privaten Gläubiger (Banken) ihre griechischen Verbindlichkeiten
an Staaten (öffentliche Haushalte) loswurden.


Was man nun mit Griechenland treibt, ist der Fall oben mit dem persönlichen Schuldner, eine lebenslange, bei einem Staat sogar eine überlebenslange Haftung... Man sieht es schon an der Entwicklung seit 2009, und wenn die Zinsen für Staatsanleihen derzeit auf normalen Niveaus wären, dann würde noch deutlicher dass GR niemals eine Chance hat, aus der Knebelung ohne Pleite wieder rauszukommen. Man könnte die Griechen natürlich, weil sich ihre korruptten Staatsmänner einmal reinlegen ließen, auch dazu zwingen, dass sie ab jetzt jahrtausendelang nur noch den Ouzo servieren dürfen.

Schäuble, blickt er diese Zusammenhänge nicht oder was soll das unwürdige Gebahren? Und das noch mit unserer Vergangenheit? Ich hab mich arg geschämt für seine Worte.

Gruß Bernd Gnirß

PS: Ein LmbH (Lausbub mit beschränkter Haftung), das wärs gewesen.

PPS: Wer noch nicht geblickt hat, was der Draghi mit seinem Geldrucken treibt: Alle die ihre Ersparnissen nicht in Sachwerten (Immobilien) oder Aktien (dem Haifischbecken der Börse) angelegt haben, werden schleichend (ist fast untertrieben) enteignet. Ersparnisse, aber auch Lohnsteigerungen und Pensionsansprüche werden relativ zu seinen Gelddruckraten entwertet. Das trifft wohl eher den kleineren als den reichen Mann, ist auch so beabsichtigt. Das ist vor allem ein Diebstahl an den Arbeitern und Angestellten mit ihren Rentenanprüchen.





PPPS: ...und wenn er nicht gestorben ist, sucht er noch heute nach einem Mittel gegen die Potenzrechnung (Bad Banks, ESM, uvam)....man sollte bei ihm mal das 1x1 abfragen, ob er das überhaupt kann.Mir tun die vielen Menschen im Süden leid, die unter seinen Rechenexperimenten leiden müssen.






Die vermeintlichen Erfolge, die bei Griechenland verkauft werden, kommen nur durch die extreme Niedrigzinspolitik (Mindern des Zinszins-Effektes) und dem Plündern der letzten Resourcen (selbst eine funktionierende medizinische Versorgung der Menschen hat man beseitigt und schon fast auf das Niveau der USA zurückgeschraubt).

Jetzt gab es sogar schon Überlegungen den Zinsmechanismus umzudrehen, Sparer müssen zahlen und Schuldner bekommen Geld. Rein mathematisch gedacht würde genau das Griechenland helfen und es wäre auch ein interessantes Experiment, in seinen Auswirkungen wohl aber verheerender als alles was Lenin bis Honecker probiert haben. Da wird dann der Kapitalismus so richtig auf den Kopf gestellt und das eigentliche Geschäftmodell der Banken ist von heut auf morgen perdu.

Das erklärt auch das Geldrucken vom Draghi, die Banken werden mit scheinbarer "Wert"steigerungen ihr Aktien beruhigt, weil das Kreditgeschäft tot ist. Aber eine echte Wertschöpfung steckt da nicht dahinter.

Ich muss an der Stelle noch zugeben, dass ich die Aktionen seit 2009 nicht mehr ganz überschaue, aber meine Interpretationen sind das einzige was einigermaßen Sinn macht und es ist schwer zu glauben, dass diese Chaoten die ganze Realwirtshaft riskieren. Aber das Verhalten in Sachen Russland passt ins gleiche Schema, jahrelange Aufbauarbeit von Vertriebsstrukturen in der internationalen Wirtschaft wird ganz locker zugunsten von ein paar Kriegshetzern in der NATO und Möchtegern-Helden mal so kurz und einfach geopfert.

P4S(17.03.2015): Ach ja, was hier noch herpasst: Island hatte genau das gleiche Problem wie Griechenland, die ließen zwei, drei Banken pleite gehen und haben damit die richtigen Gläubiger erwischt, bevor sie sich "aus dem Staub machen konnten" und denen geht es schon längst wieder gut. Siehe Beispiel Island

Sonntag, 15. März 2015

Die Hyänen




Hallo Frau Waldvogel,

"Schuld kann sich nicht vererben, aber Schande vererbt sich schon."

Diesen Satz habe ich kürzlich in einer Lanz-Talkshow aufgeschnappt. Ich weiß nicht von wem er stammt und ob das so allgemein stimmt, aber da scheinen mir ganz wesentliches Dinge angesprochen.

In Deutschland und mittlerweile sogar in ganz Europa gibt es seit geraumer Zeit ein Projekt von dem Kölner Künstler Demnig, der für Menschen, die im dritten Reich von den Nazis ermordet wurden, im Gehsteig vor ihres letzten Wohnorts einen sogenannten Stolperstein verlegt. Er fügt in den Bereich vor dem betroffenen Wohnhaus eine Art Pflasterstein mit einer Messingplatte als Oberfläche ein, auf dem der Name des Menschen, das Geburtsdatum, das Sterbedatum und den Ort an dem er oder sie ermordet wurde eingeschlagen ist.

Auf Youtube gibt es Dokumentationen von solchen Stolperstein-Verlegungen, zu denen oft sogar Angehörige der zu Gedenkenden aus fernen Ländern angereist sind. Menschen, die "vernichtet" sein sollen, bekommen ihren Namen und sogar ein ganz kleines bißchen ihre Lebensgeschichte zurück.

Ich finde dieses Projekt großartig, ich denke sogar dass jeder einzelne Stein mit seiner goldenen Messingoberfläche ein bißchen von dem weltweiten Glanz und Ansehen unseres Vaterlandes, der vor dem dritten Reich existierte, in das Land zurückbringt.

Und man wird sich auch immer wieder bewußt, welche Schuld unsere Vorfahren auf sich geladen haben. Derzeit sind so ungefähr 40 000 Stolpersteine verlegt - vor dem Hintergrund von allein 6 000 000 getöteten Juden erkennt man zudem ganz demütig die Größenordnung dieses Projekts.

Bei dieser Schuld ist aber ein ganz deutlicher Unterschied zu machen: Es gab die Deutschen, die das Unrecht wehrlos, oft vielleicht sogar widerwillig mitbegingen, und es gab die Hyänen, die gnadenlos von dem begangenen Unrecht profitierten !!!

Nun kommt es heute in manchen Gegenden zu einer ganz seltsamen Art von Widerstand gegen das Projekt Stolpersteine. Meistens wird möglichst anonym, über kommunale Behörden, die Verlegung der Stolpersteine ganz allgemein verboten. Zurecht kann man vermuten, dass das dann auch Gegenden sind, in welchen die Nachkommen der brauen Seilschaften und der Hyänen sogar noch heute gut organisiert und sehr aktiv sind.

Eigentlich will das Projekt in erster Linie nur den Menschen gedenken, aber hier kommt zum Vorschein, dass diese Menschen auch irgendwo gelebt haben und oft sogar ihre Wohnsitze als Eigentum hatten. Und sofort stellt sich für jeden gesund denkenden Menschen die Frage, wer von der Ermordung dieser Menschen profitiert hat? Die Hyänen.

Das Gute in der heutigen Zeit ist, dass die Welt mittlerweile zu einem Dorf geworden ist und sich solche Entwicklungen weltweit genau verfolgen lassen und auch dokumentiert werden. Die Anonymität, in der das Unrecht des letzen Jahrhunderts begangen wurde, ist heute nicht mehr möglich. Die Ortschaften und Städte, die sich gegen die Verlegung der Stolpersteine zu wehren versuchen, markieren ihren Wohnort als aktive Nachkommen der Nazi-Verbrecher und damit wieder und immer noch als Riesenschandfleck.

In meinem Fall hatte ich in den zurückliegenden Post ja berichtet, dass nach dem letzten Versuch mich zu ermorden, auch sofort ein Pärchen nach meinem Grundstück gefragt hatte. Die heutigen Hyänen lagen schon auf der Lauer, aber mit diesem Post dürfte wohl schon ein weltweit sichtbarer, (gilt noch ein bißchen eingeschränkt, alle kennen die Klobrille, nur die Klobrillenträger selber grinsen damit noch völlig unwissend und scheinbar überlegen in die Gegend, die dürfen mein Zeugs nicht lesen) fiktiver Stolperstein vor meinem Haus liegen, so dass bald niemand mehr in diese Schande einziehen will. Ohne dass von mir selber und lebendig ein Einverständnis zum Verkauf vorliegt, dürfte diese Immobilie damit wohl wertlos sein.


Gruß Bernd Gnirß

PS: Nach dem ich mittlerweile erkannt habe, dass in diesen braunen Kreisen gnadenlos gemordet wurde und auch immer noch wird (nur als Beispiel die Zeugen im NSU-Prozess), gibt es noch einen anderen Hinweis:

Wenn es in der Nachkriegszeit Menschen gab, die zu deutlich auf die Naziverbrechen hinwiesen, dann liefen diese auch in dieser "späten" Zeit noch Gefahr ermordet zu werden. Ich habe im Bekanntenkreis einige Fälle, in welchen die Väter besonders früh an Herzinfarkt o.ä starben, bei welchen ich aufgrund meines derzeitigen Kenntnisstandes und der Zusammenhänge ganz klar einen Mord als Todesursache in Betracht ziehen würde.

PPS: Der Sinn dieses Posts wird klar sein: Nachdem ich jetzt die idelogischen Deppen losgeworden bin, nachdem sie einsahen dass sie bei mir keinen Blumentopf gewinnen können, gilt es nun die gierige, nutznießende Hyänenfraktion loszuwerden. Sie kennen in ihrer Gier wenig Scham, aber diese ganz große Öffentlichkeit können sie dann, gottseidank, doch nicht brauchen.

PPPS: Ach so, und noch zum Eingangssatz oben: Schande lässt sich tilgen, wenn man damit richtig umgeht. Das Falscheste ist bestimmt Leugnen und Verharmlosen, und verblüffenderweise ist der ganz offene Umgang mit dem Schandfleck auch die Chance ihn zu tilgen (wie hier schon beschrieben)!!!